www.kunstverein-wassermuehle.de
Kunstverein Die Wassermühle Lohne e.V.

 

 

 

 

 Uta Jeran, Lohne Wassermühle 3, Aquarell, Feder, 2018, 15x 21 cm

 

 

 

 

 

 

Ausstellungen 2019 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Eröffnung der Ausstellung Folia Ternatt von Dagmar Hugk, März 2019

 

Dagmar Hugk 

Folia Ternatt 

15. März 2019  bis 14. April 2019

Einführung: Dr. Rainer Beßling, Kunstkritiker und Kulturjournalist

 

Mit dieser Ausstellung würdigt der Lohner Kunstverein die Arbeiten der aus Oldenburg stammenden Fotokünstlerin Dagmar Hugk.

Die Künstlerin  studierte von 1990–1997 Freie Kunst an der HBK Braunschweig und war Meisterschülerin bei John Armleder und Lienhard von Monkiewitsch. Seit 1997 lebt und arbeitet sie in Köln. Sie erhielt mehrere Stipendien im In- und Ausland. Regelmäßige Ausstellungstätigkeit, u.a. in Kunsthalle Exnergasse Wien, Musée d´art moderne et contemporain, Genf, Martin-Gropius-Bau Berlin, Museum Ritter Waldenbuch und Galerie im Prediger Schwäbisch Gmünd.Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit menschlichen Eingriffen in natürliche Systeme und deren Deformationen sowie der daraus resultierenden Frage nach der Konstruktion von Wirklichkeit.

Im oberen Stockwerk des Kunstvereins Lohne erstrecken sich von der Decke bis zum Boden raumhohe Scherenschnitte, die mit Fotografien von geflechtartigen Strukturen bedruckt sind. Die Aufnahmen erinnern an Zweige oder an medizinische Visualisierungen aus dem Inneren der Körper von Lebewesen, entziehen sich aber einer eindeutigen Zuschreibung. Das nähere Betrachten wirft die Frage nach der Realität des Dargestellten auf. Dem genauen Blick wird offenbar, dass es sich bei den fotografierten Gebilden nicht um Elemente, die der Wirklichkeit entstammen, sondern um Modelle fiktiver Organismen handelt. Die Grenzen zwischen dem Realen und dem Künstlichen verschwimmen. Dies ist ein immer wiederkehrendes Thema von Dagmar Hugk in ihrer Arbeit.

Im Erdgeschoß der Ausstellungsräume befindet sich eine Bodenarbeit aus fotografischem Material, welches ebenfalls Struktur zum Thema hat, die hier kaleidoskopartig aufgegliedert ist. Die Künstlerin beschäftigt sich seit Jahren mit Bodenarbeiten aus verschiedenen Materialien wie PVC, Süßigkeiten oder Kunststoffflaschen. Ergänzt wird die Ausstellung im Eingangsbereich durch Farbfotografien. Ausgangspunkt dieser Arbeiten sind Nahaufnahmen fiktiver pflanzlicher Hybride, die sich zu einer eigenen Bildwelt formieren.

 

 

 Dagmar Hugk, Fotografie

 

 

 

Christa Baumgärtel und Susanne Schossig

24. Mai bis 23. Juni 2019

Einführung: Dr. Veronika Wiegartz, Kustodin, Gerhard Marcks Haus Bremen

 

Christa Baumgärtel

Terrakotten

Christa Baumgärtel über ihre Ausstellung im Kunstverein Die Wassermühle Lohne:

"In der Ausstellung im Kunstverein Lohne werde ich Torsovariationen -die auch Idole beinhalten-, sowie Gewänder/Roben präsentieren. Mein bevorzugtes Material ist Terrakotta, teilweise farbig gefasst (die Farben sind jeweils mit eingebrannt), oder auch mit Blattgold/Silber belegt.

Ein zentrales Thema meiner künstlerischen Arbeit ist der weibliche Körper. Seine Sinnlichkeit und Karthographie, sowie alle Facetten des Weiblichen zu erfassen, gilt mein Interesse. Zunächst bedeutete diese Konzentrierung auf den Körper "Torsierung". Auf der Suche nach dem Wesentlichen entwickelte sich einer immer weitergehende Reduzierung durch Zusammenfassung von Details zu großen Formen. Ein strenger präziser Aufbau, sowie die Rückführung des menschlichen Körpers auf Grundformen sind dabei ein wichtiger Aspekt.Die in den letzten Jahren entstandenen Gewänder/Roben zeigen einen weiteren Aspekt des Weiblichen "sich schmücken und zeigen". Auch hier ist mir ein klarer Aufbau mit geometrischen Formen wichtig. "

Christa Baumgärtel wurde in Kaufbeuren geboren. Sie studierte von 1976 - 1986 freie Kunst an der Hochschule für Kunst und Musik, Bremen bei dem Worpsweder Bildhauer Prof. Waldemar Otto. Sie gehört der sogenannten Bremer Bildhauerschule an. Diese in den 70-er Jahren von Bernd Altenstein und Waldemar Otto geprägte Schule verfolgt einen realistischen und figürlichen Ansatz in der Bildhauerei. Bereits 1980 erhält sie die ersten Auszeichnungen ( Bremer Förderpreis für Bildende Kunst,  2. Preis des Jugendpreises für Plastik, Darmstädter Sezession) , 2002 Kunstpreis der Dr. Marlene Trendwedel Stiftung, Bremervörde, seit 1980 regelmäßige Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie Studienfernreisen. Bis 2011 hatte Christa Baumgärtel ihr Atelier in Bremen und Oldenburg, danach eröffnete sie 2011 das KunstHaus Alte Schule Wardenburg bei Oldenburg, wo sich heute ihr Atelier befindet.

Christa Baumgärtel schuf zahlreiche Denkmäler und Skulpturen im öffentlichen Raum in Norddeutschland, viele davon stehen in der Stadt Bremen, gleich zwei davon erinnern an den Bremer Nachkriegs-Bürgermeister Wilhelm Kaisen, so z.B. das bekannte Kaisen-Denkmal (2012) in den Bremer Wallanlagen. Aber auch in Lübeck, Oldenburg und Berlin sind Plastiken von Christa Baumgärtel zu sehen.

 

 

 

 Christa Baumgärtel, Idol

 

 

 

 Christa Baumgärtel im Atelier

 

  

Susanne Schossig

"Susanne  Schossig arbeitet mit Tusche und Farbe, Feder und Pinsel auf transparentem Material. Ihre All- Over-Zeichnungen, die keiner konventionellen Perspektive folgen und Räumlichkeit eher durch Schichtungen erzeugen, sind zu den Rändern hin offen, also potentiell unendlich erweiterbar, gleich einem Wurzelgeflecht, einem Rhizom, Metapher für die Verwobenheit von Welt und Mannigfaltigkeit, eine Struktur ohne Zentrum, in der alles in einer vieldimensionalen Gleichzeitigkeit existiert."

 (Dr. Mona Schieren, HfK Bremen)

 

 

 

 Susanne Schossig vor ihren großformatigen Arbeiten, 125 cm x 125 cm, Acryl auf Mylar, 2011

 

 

 

Susanne Schossig, Werkbeispiel, Arbeit auf transparentem Material

 

Susanne Schossig wurde 1946 in Bremen geboren. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Prof. Thieler. Seit 1980 lebt und arbeitet sie wieder in Bremen als freischaffende Künstlerin. Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit sind Malerei, Zeichnung und Rauminstallation. Ausstellungen in Deutschland, USA und Kanada sowie China. Seit 25 Jahren beschäftigt sie sich mit Zen Budddhismus, sie reiste nach China und Japan, mit Meditationsaufenthalt im Zen-Kloster Hoko-ji. Die Arbeiten von Susanne Schossig befinden sich in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland und den USA.  

Susanne Schossigs Bilder entstehen durch Überlagerung mehrerer transparenter Schichten unterschiedlicher Helligkeits- und Farbstufen. Dadurch erhalten sie eine Art polyphonen Charakter. Im Rhythmus ihres Körpers, ihres Atems und ihrer Bewegung entstehen die Formen auf ihrem für ihre Arbeiten typischen transparentem Material. So wird ein Mikrokosmos der Zeichen aus nahe beieinander liegenden Tönen und Bewegungsspuren entwickelt. Das Zeichnen wird als Übung der Vertiefung und Konzentration auf den Prozess des Arbeitens selbst verstanden. So entstehen Reservoire gespeicherter Zeit, in denen das Auge des Betrachters auf Zeitreise geht.

Auch die Rauminstallationen von Susanne erschließen sich durch Licht, Transparenz und Bewegung. Durchsichtige und opake Materialien werden zu plastischen Gebilden, Zeichnungen werden zu raumbildenden, d. h. raumverändernden Objekten umgeformt, zwischen denen der Betrachter unterwegs ist.

 

 

 

 

 

 

Ellen Fuhr    

Malerei und Druckgrafik

6. September bis 6. Oktober 2019

Einführung: Dr. Rainer Beßling, Kunstkritiker und Kulturjournalist

 

 

Ellen Fuhr, Julo Levin I

 

 

 

 Ellen Fuhr, Möwen-Ei mit Sonnenuntergang, 2015, Mischtechnik

 auf Papier, 60x40 cm

 

 

 

Monika Lindeskog

Skulpturen und Objekte

 

Tiemo Schröder

Malerei und Druckgrafik

29. November 2019 bis 5. Januar 2020

Einführung

 

 

 

      

      Monika Lindeskog

 

 

      Tiemo Schröder, Farben für mein Heimatmuseum- erinnern, 2018